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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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gelangen, oder noch 1 Stunde weiter im Türrnaugraben
fortwandern, bis er sich sehr verengt, der Weg sich steil er⸗
hebt und ein Fußsteig hinanführt zum Raucheggerbauer,
wohin auch der Fahrweg, aber in großen Krümmungen, zieht.
Vom Rauchegger geht es zum Stengbauer, dann zum
Zaune und der Fallthür zum Niederalpl, vom Thalschlusse
herauf 12/2 Stunde, und von da zum Teichwirthe noch
i / Stunde. Im Ganzen also von Frohnleiten bis auf die
Teichalm etwa 4 Stunden. Die Unterkunft beim Teich⸗
wirthe ist ziemlich gut. Die Seehöhe am Teichwirthshause
—V
Fuße des Hochlantsch, der sich aus dem Plateau dieses schö⸗
nen Wiesengrundes erhebt, und denselben noch um 1780
überragend (der Gipfel 3472). Von dem Teichwirthshause
führt ein gut kenntlicher Steig, nicht besonders steil, gegen
den Gipfel. Ungesähr auf, halber Höhe beginnt er sich zu
verlieren, und man wendet sich rechts zur Crete hinan, dann
derselben nach durch das Knieholz auf den Gipfel. Hier muß
man, bei einer weiten Kluft des Berges, etwas Acht haben,
die Passage ist indessen nur kurz. Die Aussicht vom Hoch—
lantsch ist sowohl gegen Norden als gegen Süden von über⸗
raschender Großartigkeit. Man übersieht die herrlichen Ge—
birgsgruppen vom Semering bis an den Großglockner. Von
der Teichalm bis auf den Gipfel wird man immerhin noch
3 Stunden steigen. — Der Pflanzenreichthum ist hier sehr
groß, und der Botaniker findet hier manche seltne Alpine,
z. B. die schoͤne Rosa cretica, in den Holzschlägen das herr⸗
liche Delppinium intermedium (am Lantsch der einzig be—
kannte Standort dieses Gewächses.) Eben dieß ist der Fall
mit der hier in den Gräben. und Abhängen vorkommenden
Peltaria alliacea. Zum Absteigen des Berges kann man ent—⸗
weder den Steig nördlich hinab in die Sonnleiten, 3
Stunden, und durch die  nach Bärnegg, oder
Mixnitz gelangen. Auch 3 Stunden.
            
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