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Weg nie gemacht, und jene Hoͤhle nicht gesehen. Die Schil⸗
derungen des Weges, welche ich auffand, sind alle so verwor⸗
ren, daß ich auf diese Aussagen hin keine weiteren Angaben
zu machen mir erlaube. Doch werden die Touristen im Orte
Gams ohne Zweifel die näheren Weisungen erhalten, daher
ich mich nur darauf beschränke, der Höhle zu erwähnen. —
Von Hieflau bis zum Wirthshause an der Wacht wird man
4 Stunden wandern. An der Wacht zeigen noch die Mauern,
das Thor, die Schießscharten, daß hier einst ein befestigter
Paß gewesen. Von hier abermals 4 Stunden durch maje⸗
staͤtische Nadelwälder mit prachtvollen Gebirgsansichten nach
Wildalpen.
(Ich bemerke hier, daß ein im Lande wohlbekannter alter
Saumweg direct von Eisenerz über Leopoldstein am
Leopoldsteinerser vorüber, durch die Seeau, auf die Eisenerzer⸗
höhe (am Kreuze 4700* Seehöhe) dann jenseits hinab durch
den Schreier nach Wildalpen führt. Der Weg ist für eine
Tagereife zu achten. Unter 7 Stunden wird ihn Niemand
machen, man kann wohl auch 82ÿ9 Stunden bedürfen.)
Der Ort Wildalpen entstand erst im 17. Jahrhundert,
als 1624 die Herren von Waikersdorf und Mayer hier einen
Eisenbau und Hammerwerke errichteten. In der Folge fiel
alles dies der Hauptgewerkschaft anheim. Bald ward nun die
Gegend belebt, hatte aber keine Kirche, sondern gehörte zur
Pfaͤrre nach Landl, doch hatte der damalige Werkvorsteher
Amand Winterl ein Madonnenbild im Thal aufgestellt (1669),
zu welchem bald Wallfahrten geschahen. Es ward später eine
Kapelle für dies Bild erbaut, und endlich 1730 eine Pfarr⸗
kirche zu St. Barbara erbaut, und das wunderthätige Ma—⸗
rienbild dahin übertragen, welches noch immer ein Gegenstand
großer Verehrung im Lande ist. Die Gemeinde zaͤhlt gegen
300, zum Theil zerstreut liegende Häuser, mit fast 1000 Ein⸗
wohnern. Hauptgewerkschaftliche Hammerwerke. Marmor⸗
brüche. Naͤchst der Kirche ein ziemlich gutes Gasthaus.
Herrliche Gegend, besonders prachtvoll die Ansichten der süd—
lich gelegenen imposanten Gruppe des Hochschwaben⸗-Gebirges.
Der Verweser, Herr Winterl, hat an der Schießstätte hinter