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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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boden von  noch um 2338. Hier stand in der Mitte
des 16. Jahrhunderts ein Bauerhof, welchen Abt 
 1589 kaufte und umbauen ließ. Das Schloß in seiner
jetzigen Gestalt erbaute sodann Abt   von Grund
aus neu in den Jahren 1760 — 1763. Das Gebaͤude, am Fuße
des Kalbling stehend, hat ein Stockwerk, zwei Flügel, und
nebenan eine Meierei, aus welcher über 100 Stück Horn⸗
vieh der besten Racen auf die Alpenweiden getrieben werden.
Eine Allee führt in das Schloß. In den Gemächern sind
Schildereien von Jagdscenen. Rings auf den nahen Höhen
liegen die schönen Alpenweiden des Wagenbänkberges,
3608 Seehoͤhe, mit zahlreichen Sennhütten besäet, welche
gleichsam Alpendörfchen bilden, und zur Auftriebszeit ein leb—
haftes, freudiges Bild der Sennenwirtbschaft geben. Diese
Alpenweiden gehoͤren Bauern des Paltenthales. (Ich er—⸗
wähnte bereits oben, daß von hier ab ein Weg in das Pal⸗
tenihal führt, nach Trieben, oder Rottenmann in 2Stunden.)
Von der Kaiserau ersteigt man den Kalbling und die Fel⸗
senmauer Sparafeld; den Weg auf die letztere kann man
indessen nur ganz erprobten Alpensteigern empfehlen. Man
erreicht von der  in 19/0 Stunde die Einsattlung,
welche den Kalbling rechts, das Sparafeld links verbindet.
Der weitere Weg auf den Kalbling nimmt noch 11/2 Stunde
in Anspruch. Wer das Sparafeld ersteigen will, wendet sich
lints.“ Man erreicht in 2 Stunden eine abermalige Einsatt⸗
lung, und nach anhaltendem scharfen Steigen die Spara⸗
feldmaauer, und dann die Schneide derselben, und an riesigen
Abstürzen von 1000 und mehr Fuß Höhe rechts und links,
den Gipfel mit der Triangulirungspyramide 7080 hoch. Der
Gipfel hat kaum 3“ ins Gevierte. Wer die Mühe und Ge⸗
fahr der Ersteigung besiegt, wird freilich reich belohnt durch
die überraschend großartige Uebersicht der Gebirgswelt, von
Schneeberg angefangen, bis hinauf in die Tauernkette
zu den Gletscherhäuptern des Wiesbachhorns und Groß—
glockners.
Ein Besuch auf dem westlich vom Stifte, kaum ein
Stuͤndchen entfernten Schloß Röthelstein, mit seinen schö⸗
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