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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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eine der großen Straßenzüge der  ging, von 
nach  im Noticàm ripense, (dem heutigen Wels.
Der Straßenzug ging über den Rottenmanner-Tauern, über
Lietzen, Spitaͤl'am Pyrn nach Wels.
Wir setzen nun die Wanderung fort. Gleich außerhalb
 erhebt sich vor unserm Auge der machtige Fels⸗
block, welcher die prachtvoll⸗ Burgveste Ströchau traͤgt.
Der Fuß des Berges ist mit Saatfeldern, Matten' und dunk⸗
lem Wald bedeckt, aus welchem dann der Bergrücken aufsteigt,
lang gedehnt von Ost nach West (960 lang), nur 120 Fuß
breit, an der Südseite (gegen Rottenmann) noch gegen 130
hoch aus dem Walde aufragend. — Am Fuße des Berges
steht auf grüner Matte der uralte Meierhof des Schlosses.
Nahe dabel öffnet sich die wilde Schlucht, aus welcher der
Stroͤchaubach (auch Klambach und Klauswasser genannt) her—⸗
vorbricht und sich in die Palten ergießt. Er entspringt an
den Felswänden des Hochschwungberges und rreibt die großen
Admont'schen Hammerwerke in der Klam. Ueber Felsbloͤcke
brausend, bricht das alpengeborne Gewässer aus der Schlucht,
in welcher in naͤchtig blauen Schatten mächtige Felskronen,
schneebedeckt, in die Lüfte ragen. Im Suden der Schlucht
erhebt sich einer der größten Riesen der Urgebirgskette, der
hohe Bösstein, 7800 Fuß hoch. — Bie Burg Ströchau
ward im 12. Jahrhundert vdon den gleichnamigen“ Rittern er⸗
baut; nach deren Aussterben wechsfelten die Besitzer, und feit
4629 ist die Burg dem Stifte Admont gehoͤrig. Kein Rei—
sender verabsäumẽ es, sie zu besuchen““ Der Admont'sche
Pfleger, welcher die Burg bewohnt, wird jeden Fremden
freundlich empfangen. Eine Allee von Zirbelnußkiefern (Pinus
cembra) führt an das Thor. Brücken, Fallthore, Mauern
erinnern an die einstige Bedeutsamkeit der Befestigung. Durch
große Umbauten im 17 nud 18. Jahrhundert“ ist außer ein
paar Thürmen und Mauern von der alten Veste nicht viel
mehr zu sehen. Der Zigeunerthurm, die Verließe, die Kase⸗
matten, die Kapellen.“ Der interessante Glaspotal. Bezau⸗
bernde Aussicht aus den Fenstern der Burg, besonders aus
dem Saalfenster gegen Osten. — Unterhalb Stroͤchau macht
            
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