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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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jenseits der Einsattlung hinab nach Eisenerz, ist sehr jaͤh und
steil. Man wird zu dem Wege von  nach Eisen—
erz leicht 4 Stunden bedürfen. Ehe wir von Eisenerz spre⸗
chen, führe ich den Wanderer erst von der Einsattlung des
Prebühel auf und in den Erzberg. Er erhebt sich westlich
der Straße, noͤrdlich vom hohen Reichenstein, 4833 hoch,
also noch 1000 Fuß hoͤher, als der Prebühel. Der Schatz,
den die Natur in diesem Berge niederlegte, ist unermeßlich.
Schon von den Römern bebaut, in den Stürmen der Vifer—
wanderung veroͤdet, seit dem 8. Jahrhundert wieder im Be—
triebe, ist der Reichthum an Eisenerzen der treffllichsten Art
hier so groß, daß er, wenn auch alljährlich eine Million
Centuer ausgehauen wird, doch selbst dieser Bedarf noch für
mehr als 900 Jahre gedeckt ist. Neberdies scheint der Berg⸗
segen nicht allein auf“ den Erzberg beschraͤnkt; sondern auch
seine Nachbarberge damit begaͤt zu seimn. Von dem trefflichen
Spatheisenstein, den der Berg liefert bauen die Eisenerzer
jährlich an 300,000, die Vordernberger an 700,000 Centuͤer
ab. Die Erze halten an 40 9/0 Eisen. Die Hauptgewerkschaft
in Eisenerz erzeugt jährlich über 200, 000 Centner, die Vor⸗
dernberger-Radmeister-Communität uͤber 300,000 Centner
Roheisen. Man hat Eisenbahnen zur Foͤrderung der Erze
errichtet aus den Bauen, welche auf der Straße über den
Prebühel einmünden. In stets bereit stehenden Wagen faͤhrt
man auf diesen Bahnen in den Erzberg, durch Tunnels und
Einschnitte. Die Besichtigung des Baues ist von höchstem
Interesse, besonders werden die sogenannten Schatzkammern,
Klüfte mit den wundervollsten Gebilden der weißen Eisen⸗
blüthe (Kalksinter) Staunen und Bewunderung erregen. —
Wer schon zu den Bauen heraufgestiegen ist, unterlasse auch
nicht, den Gipfel des Erzberges zu erklimmen, 1Stunde, wo
seit 1823 ein von dem Erzherzog errichtetes Denkmal, ein im
Ganzen 22 Fuß hohes Kreuzbild von Gußeisen, steht. Am
Fuß desselben, in einem verschlossenen Gehaͤuse, (wozu man
den Schlüssel in der Geschwornenstube am Erzberge erhält),
ein von Schnorr gemaltes Votivbild mit sinniger Jnschrift
vom Erzherzoge. Etwas unterhalb der Geschwornenstube steht
            
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