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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Seit 1737 im Besitze des Grafsen von Inzaghy. Am öst—⸗
lichen Thalgehänge bei Wartberg ist ein großartiges Braun—
kohlenlager erschlossen, welches von dem Aerar und den Seß⸗
ler'schen Erben abgebaut wird. Die Kohle selbst ist indessen
nur von geringem Gehalte, und dieselbe wird daher nur zum
Vorwärmen bei der Eisenmanipulation verwendet. — Die
Fortsetzung der Bahn führt uns nun in eine der gerühmtesten
Gegenden des Mürzgebietes. Der Theil des Thales, welchen
sie hier durchströnt, wird auch das Kindthal genannt, und
gewährt durch seine reiche Cultur, durch lebhaften Industrie⸗
betrieb, durch die schoͤnen Formen seiner Gebirge, an deren
Hängen Schloösser, Villen, Gärten und laͤndliche Gehöfte
schimmern, vor allen der schöne und wohlhabende Markt
Kindberg, mit dem Schlosse Ober-Kindberg auf freund—
lichem Hügel das ganze hier sehr weite Thal beherrschend.
Es ist seit laäͤnger als hundert Jahren Eigenthum der Grafen
von Inzaghy. Die Eisenbahn-Station Kind berg liegt am
—
zählt 110 Häuser mit mehr als 700 Bewohnern. Mehrere
ansehnliche Hammerwerke. Pfarrkirche zu St. Peter und
Paul. — Gute Gasthoöfe: zum schwarzen Adler, zum Löwen,
zur Krone. Oberhalb des Marktes führt eine schöne Allee
zum Schlosse Oberkindberg, dem Herrschaftssitze, woselbst auch
die Verwaltung der dazu gehörigen Herrschaften Hart, Lich—
tenegg u. s. w. Die Seehöhe des Schlosses ist 2266 Fuß.
(Der Markt hat 1753 Fuß, der jenseits der Mürz liegende
Stationsplatz der Eisenbahn 1734 Fuß Seehöhe). Es be⸗
finden sich hier interessante mittelalterliche Waffen und alter—
thümliche Geräthe, welche aus dem Schlosse Lichtenegg hie—
her gebracht wurden. — Die Aussicht vom Schlosse über
das Thal ist von überraschender Schönheit.

Von  durch die Stainz nach 

Von dem Stationsplatze am linken Ufer der Mürz kann
man den Ausflug durch den Stainzer Graben antreten,
            
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