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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Leibarzt  geprüft, und von demselben dem Kaiser zu
täglichem Gebrauche empfohlen. In Folge dessen ward damals
zuerst ein Weg von  hieher gebahnt, und das Wasser
wurde auf Saumrossen, von eigenen kaiserlichen Knechten,
welche von diesem Dienste die Wasserreiter hießen, nach
 in die  gebracht, wo es erst unter Kaiser 
seph II. durch das Wasser von  ersetzt ward. Die
Knechte ritten damals drittehalb Tage von  bis zum
Brunnen, welcher seit jener Zeit den Namen 
trägt. Die Quelle ist mit einem hölzernen, zum Sperren ein⸗
neteten Pavillon bedeckt, zu welchem der Schlüssel jedem
Ankömmling verabfolgt wird. In dem Pavillon liegt ein
Denkbuch auf, zur Einzeichnung des Namens der Besucher.
Auch von hieraus kann der Schneeberg, und zwar auf
einem sehr lohnenden, aber auch sehr beschwerlichen Wege er⸗
stiegen werden. Er führt über die Wasserriese in eine Schlucht,
welche sich bald als Felsenengpaß gestaltet, an der Klause
vorüber bis an den Punkt, wo die Riese sich scheidet. Beide
Scheidungen führen auf den Schneeberg, jene rechts über die
Mieslherten, diese links über die Krumbachschwaig;
beide Wege vereinen sich bei dem Alpenhause Baumgartners.
Der Weg über die Miesleiten ist um eine starke halbe
Stunde weiter (32/2 Stunden), jener links über die Krum⸗
bachschwaig 3 Stunden, vom Thalboden bis zum Baumgart⸗
ner. Der Weg vom Baumgartner auf den Gipfel 21—383
Stunden sehe man J. Sektion.
WVir setzen nun die Schilderung des Weges nach Gutten⸗
stein fort. Vom Kaiserbrunnen wandelt man auf schönen,
soliden Brücken, bald auf das rechte, bald auf das linke
Schwarzaufer übergehend, ein Stündchen bis zu einer schönen
Waldpartie, in welcher sich links ein Seitenweg oöffnet, mit
einer Schrifttafel, welche ihn als Eingang in das große
Höllenthal bezeichnet. Es versäume Niemand, ein halbes
Stündchen diesem kleinen Abstecher zu widmen. Man hat in
einer Viertelstunde den Felsenkessel erreicht, welcher in Nieder⸗
Desterreich nicht seines Gleichen hat. Seinen Hintergrund
bildet die Staudengrabenwand, an deren Fuß eine
            
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