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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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 meisterhaft ausgeführt und 1832 vollendet. Die Straße
ist durchaus 12 Fuß breit, theilsweise aus dem Fels gesprengt,
und mit Gelaͤndern wohl versehen. Es ist schon oft, und
namentlich zuerst von Herrn  in feinem verdient⸗
lichen Büchlein: „Das Thal von Reichenau“ ausgesprochen
worden, daß es eine wohlverdiente Verewigung der Verdienste
des Herrn von Sybold sei, wenn dieser Straße der Name
„Syboldstraße“ ertheilt würde. — Der weitere Zug der
Straße, vom Wasserbauernhof bis Guttenstein, ward auf An⸗
regung des Kreishauptmanns Baron von Waldstetten, durch
Privatbeiträge erbaut. — Dieser Theil wurde 1839 vollendet.
Man tritt die Wanderung über Hirschwan g.an. Von Reichen⸗
an dahin führen mehrere Wege, der eine au den Hängen des
Feuchters, der andere laͤngs der Schwarza, beide am linken
Ufer des Flusses. Der dritte Weg ist der große Fahrweg,
am rechten Ufer der Schwarza. Auf allen 'dreien wandat
man von Reichenau nach Hirschwang ein kleines Stündchen.
Hirschwang dankt sein Entstehen dem Betriebe der hiesigen
hauptgewerkschaftlichen Hämmer und Kohlstätten. Es arbeien
hier und in Krumbach 9 Zerrennheerde und7 Streckschlaͤge,
und werden auf 40 Kohlstaͤtten Kohlen erzeugt. Die Meuer
sind sehenswerth. Sie werden durch Mauern, 15 Fuß hoch,
bo Fuß lang, vor den aus dem Höollenthale herwehenden
Stürmen geschützt. Der Ort zählt über 30 Häuser, mit 300
Bewohnern, meist im hauptgewerkschaftlichem Dienste. Maje—
stätisch ist von hier der Anblick des Schneeberges. Die Straße
zieht nun, an den Krumbachhämmern vorüber, durch das
Höllenthal hin, in überraschender Fülle aller Pracht der Hoch—
gebirgsscenerie. Wieder in einem Stündchen hat man die
weite Thalbucht des Kaiserbrunnens erreicht. Eine kleine
Häusergruvppe führt den Namen „Ort Kaiserbrunn.“ Das
ansehnlichste der Haͤuser ist jenes des Holzmeisters Georg
Baumgartner, in welchem Reisende auch uͤnterkunft und Bet
wirthung finden. — Am Fuße eines rasigen Hügels, aus
einer höchst malerischen Kluft der Felswand, entspringt die
koͤstliche Alpenquelle des Kaiserbrunnens, auf einer Ja gd
im Jahre 1732 von Kaiser Karl IV. entdeckt, von seinem
            
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