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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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dem verödet. Der verewigte unvergeßliche Fürst 
 in, welcher 1828 hier Herrschaftsbesitzer ward,
ließ die herrliche Ruine zugängig machen, und legte auch im
Atlitzgraben reizvolle Anlagen an, welche nach seinem Tode
vernaͤchlaͤssigt, versielen, und seit die Eisenbahn durch die
Schluchten des Atlitzgraben geführt wurden, gänzlich verschwan—
den.— Die Ruine selbst hat aber auch der jetzt regierende Fürst
zugängig erhalten lassen. Es sind auch in derselben einige Ge⸗
maͤcher bewohnbar eingerichtet worden.
Von dem Stationsplatze Clam angefangen bis zur
Station Semmering folgt sich nun eine fortgesetzte Reihe
der großartigsten Bauobjekte. Unmitelbar hinter dem Stations⸗
platze Clam beginnen diese Objekte mit dem Clam-Tunnel,
 770 lang. (Waͤhrend des Baues desselben er⸗
folgte im Jahre 1851 der Einsturz eines Theiles, wo⸗
durch zwei Arbeiter verschüttet wurden, deren einer, Johann
Kalerz, durch die vereinten Anstrengungen die Verun—
glückten zu retten, nach ununterbrochener Arbeit von 104
Stunden, lebend gefunden und erhalten ward.) Unmittelbar
nach dem Tunnel passiren wir den Viadukt über denm
Wagnergraben (auch Jägergraben genannt), ein
kühnes Bauwerk in einer Doppel-Etage aufgethürmt, 750 lang,
200 hoch, mit 14 Bogen (5 in der untern, 9 in der obern
Etage), diesem folgt der Viadukt über den Gamp erlger a⸗
—— —
Bogen (5 in der untern, 7 in der obern Etage), dann ge—
langen wir an die riesige Wein zettelwand.
Die Tunnels wurden durch diese im Jahre 1851 in Angriff
genommen. Der höchst merkwürdige Bau hat 3 Abtheilungen,
die erste mit 1630, die zweite mit 880, die dritte mit 680,
alle drei sind mittelst zwei Gallerien (von 1 und 5 Arkaden
gewölbt), in einer Gesammtlänge von 430 verbunden. Hieran
schließt sich sodann der Tunnel am Weinzettelfeld,
mit 1190 Laͤnge.
Die Gegend, durch welche die Bahnlinie von Clam
            
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