Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

88

deten Berge:    u. s. w. Auf
hohem Rucken trägt der kine dieser Waldberge das weithin⸗
schimmernde Schloß Wartenstein, Eigen des Grafen
Carracciohi, zum Theil noch bewohnbar und bewohnt,
zum Theile malerische Ruine. Zu den Füßen dieses Berges
liegt der kleine Ort Weißen bach an der Straße, weiter
vorwärts in der sogenannten Au die stattlichen Gebäude der
ßSaunisch'schen Spinnfabrik. Endlich erschließt sich auch
die Ansicht des Marktes und Passes Schottwien, mehr
als 400 tief unter unsern Füßen; die, in die Enge des Felsen⸗
passes gleichsam eingeklemmte Häuserzeile des Marktes Schott⸗
wien gibt hier, in Vogelperspektive gesehen, ein höchst frap⸗
pantes Bild. Ueber den Paß hinaus fesselt der kolossale Gö⸗—
st ritz (Sonnenwendstein), der hier in seiner ganzen impo—
fanten Größe emporsteigt, den Blick. Gerne verweilt derselbe
an der piltoresken, doppelthürmigen Wallfahrtskirche
Maria Schutz, am untern Hange des gewaltigen Berges.
Von intereffanten Bauobjekten bietet die Strecke vom Sta⸗
tionsplatze Eichberg bis zum Stationsplatze Clam nur
den Eichberg?Tunnel mit 500 Länge, und die gewölb⸗
ten Einschnitte bein Geyregger und beim Rum p⸗
her, jeden mit 250 Länge, dann streckenweise mächtige Stütz—
mauern, mehrere schöne Brücken über Bergrisse und Bach—
fahrten.
Der Stationsplatz Clam liegt dicht unter der maje—
staͤtischen Burgruine Clam, welche sich noch über den⸗
selben, auf dem Felsrücken des Heubachkogels erhebt, an Größe
den maͤchtigsten Rheinburgen vergleichbar, an romantischer
Lage und Kühnheit des Baues von keiner übertroffen. Ein wah—
rer Adlerhorft thront fie auf den Felsen, der sich gegen Schott⸗
wien und den Breitensteingraben in schroffen, unersteiglichen
Wänden niedersenkt, und nur an der Rückseite, eben von der
Eisenbahn her zugaͤngig ist. Die Veste Clam, schon im 11.
Jahrhundert genannt, war noch 1801 bewohnt. Durch einen
Blitzstrahl in Brand gesteckt, ward sie zur Ruine und ist seit⸗
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.